Lübbecke 30.11.2011. Etwa 1,5 Millionen Bundesbürger sind mittelschwer bis unerträglich vom Tinnitus betroffen – das entspricht circa 4 Prozent der Bevölkerung über zehn Jahren. Bei einer solchen Quote ist es durchaus angebracht, von einer „Volkskrankheit“ zu sprechen, zumal Jahr für Jahr ungefähr 250.000 Menschen neu erkranken. Die Ohr- oder Kopfgeräusche werden in der Regel nur von den Betroffenen wahrgenommen und sind auf keine äußere Quelle zurückzuführen. Zurzeit sind über 400 Ursachen bekannt, die einen Tinnitus auslösen können. Das tragische ist, dass es momentan keine medizinische Handhabe gibt, die Krankheit “abzustellen”. Viele Betroffene fühlen sich daher ihrer Situation und den Geräuschen hilflos ausgeliefert.
Die Tinnitus-Selbsthilfegruppe Altkreis Lübbecke möchte mit ihrem Angebot dieser Hilflosigkeit begegnen und die Betroffenen beim Umgang mit ihrer Erkrankung unterstützen. „Wir versuchen die Leute dahin zu bringen, mit dem Tinnitus leben zu lernen, da eine Heilung ja nicht möglich ist“, erklärt Claudia Jork, Vorsitzende der Gruppe. Seit mittlerweile 12 Jahren kommt die Selbsthilfegruppe Altkreis Lübbecke zusammen. 15-20 Betroffene treffen sich jeden dritten Mittwoch im Monat in der Stadtsparkasse Rahden. Dabei haben die Gruppenabende das Ziel, den Mitgliedern Mut zur Selbst-Bewältigung der Krankheit zu machen.
Es gehe vor allem um Aufklärung. Tinnitus werde zwar zu Beginn als enorm quälend empfunden, doch gefährlich sei er nicht. In der Selbsthilfegruppe haben Menschen mit Tinnitus die Chance, im Kreise Mitbetroffener Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Wege aus der Krankheit zu finden. Praktische Hilfe erfahren die Mitglieder durch zahlreiche Entspannungsübungen, die das Leben mit dem Ohrgeräusch erleichtern und teilweise sogar dazu führen, dass der Tinnitus nicht oder kaum wahrgenommen wird. „Wir wollen unseren Mitgliedern sagen: Fühlt Euch wohl, dann wird es Euch besser gehen“, so Jork.
Die TwoTypes Werbeagentur möchte diese gemeinnützige und wertvolle Arbeit unterstützen und hat der Selbsthilfegruppe ein neues Logo entwickelt und gespendet, mit dem der Verein nun öffentlich in Erscheinung treten wird.









